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Trekkingtour in Nepal
 
Vom Rolwaling Himal über den Trashi Labtsa Pass 5755 m ins Solu Khumbu
 
Vom 3. Oktober bis zum 25. Oktober 2002
 
Bergführer: Leo Lieb              Teilnehmer:
                                                        Peter Fröschl
                                                        Bärbel Greiner
                                                        Klaus Greiner                            
                                                        Nicole Guillerm
                                                        Gerhard Hug
                                                        Peter Konias
                                                        Hans Martikke
                                                        Ilse Müller
                                                        Oliver Rex
                                                        Ingrid Schmid
                                                        Rudi Meißner
 
                                    
 
03.10. Flug München - Kathmandu
Alles ist planmäßig verlaufen.
 
04.10. Kathmandu / Hotel Godavari
 
05.10. Kathmandu - Dolakha (Bus) - Bhote Kosi Sigate) 863 m
Aufstieg 0 m, Abstieg 796 m. Wetter: sonnig, warm
Sehr schöne Fahrt entlang des Sun Kosi bis Baliphi. Nun geht´s auf schmaler, steiler Bergstrasse bis Charicot, dort sind umfangreiche Kontrolle durch Militär und Polizei wegen der Maoisten.In Dolakha Mittagsessen am Dorfanger und anschl. steigen wir steil ins romantisch, eindrucksvolle Bhote Khosi Tal ab. Sehr schöner Zeltplatz unter Kiefern und direkt am warmen Dolti-Fluß.
 
   
Das kl. Städtchen Baliphi                        Sun Kosi                                              Der Abstieg nach Sigate
 
06.10. Sigate 863m - Jagat 1100 m
Aufstieg 660 m, Abstieg 423 m. Wetter: sonnig, schwül-warm, kurzzeitig leichter Regen.
Wunderbarer Wanderweg immer knapp oberhalb des Flusses Bhote Kosi. Besonders schön der Gang durch die "Kreisstadt" Biguti. Eine Welt wie bei uns im Mittelalter, Handwerker, die auf ihren Hausterrassen werkeln, Träger, die in den kleinen Lokalen einkehren um Hunger und Durst zu stillen, Bauern die ihre Erzeugnisse anbieten usw. usw. Und dazu keine Fremde, ein schönes Stimmungsbild.
 
   
                                                         Wer hat die meiste Puste?                        Kurz vor der "Kreistadt" Biguti
 
 
07.10. Jagat 1100 m - Simigaon 1986 m
Aufstieg 1089 m, Abstieg 203 m. Wetter: sonnig, schwül, mittags kurzer Schauer, nachts starkes Gewitter.
Das Flußtal wird enger, die Besiedlung tritt zurück, die Umgebung noch romantischer. Der Garisanker ist zu sehen, riesige Wasserfälle stürzen ins Tal und wir sind nahezu allein. Andere Trekkergruppen sind nicht zu sehen, nur ein einzelnes Paar. Nach dem Mittagessen in Chetchet (1370 m) ist ein steiler Aufstieg, jedoch auf gutem Pfad, zu bewältigen. Das Dorf Simigaon liegt über zahllosen Terrassen verteilt mit mehreren guten Lagerplätzen.
 
   
Oma mit Enkel ?                                      Der Bhote Khosi                                    Aufstieg nach Simigaon
 
08.10. Simigaon 1986 m - Donga 2753 m
Aufstieg 1084 m, Abstieg 317 m. Wetter: wolkig, nachm. Schauer, abends Regen.
Wir steigen kurz zu einem Sattel auf, dann stets auf und ab durch schönen Bergwald (Rhododendren, Hemlocktannen, Himalayatannen). Zuletzt leicht fallend wieder zum Fluß (Rolwaling Chhu), dort bei Bier- und Teebuden schöner Lagerplatz.
 
   
Blick zurück nach Simigaon                      Die Brücken sind noch sehr stabil            Was sind den das für neue Gesichter?
 
09.10. Donga 2753 m - Ruhetag-
Wetter: Vormittag Regen, ab Mittag Aufheiterungen
Da die Nacht und auch am Morgen starker Regen fiel, beschloß unser Bergführer einen Ruhetag einzulegen. Vormittags Unterricht "Die Geschichte Nepals", nachmittags Wanderungen entlang des Flußtales.
 
10.10. Donga 2753 m - Beding 3645 m
Aufstieg 972 m, Abstieg 80 m. Wetter: sonnig, ab 15.00 Uhr Nebel.
Nach Donga geht es teilweise durch dichten Bergwald, nach ca. 1 Std. überqueren wir auf einer Hängebrücke der Fluß. Schöne Sicht auf die Berge Chekigo 6257 m und Gaurisankar 7146 m. Kurz vor der Siedlung Nyimare begegnet uns eine Herde Himalaya-Languren, die das Vorbild für den Gott Hanuman stellen. Nun in großartiger Schlucht hinauf zum Jomoi Gul Chhu, den wir überschreiten, bald dahinter folgt der Hauptort des Tales, Beding 3645 m.
 
Brücke über den Rolwaling Chhu              Im Hintergrund der Gaurisankar             Die Brücken werden etwas wacklicher
 
11.10. Beding 3645 m - Na 4179 m
Aufstieg 555 m, Abstieg 21 m. Wetter: sonnig, nachm. Nebel.
Zuerst besuchen wir die Gomba von Beding. Sie ist die buddhistische Kultstätte des oberen Rolwalingtales. Wir verlassen das Dorf in Richtung Südosten. Am linken (nördlichen) Talhang entlang steigen wir gemütlich hinauf. Das Tal wird plötzlich breiter, verformt sich vom V- zum U-Tal. Nach ca. 5 Std. stehen wir auf der Sommerweide von Na 4179 m.
 
   
Der Stadtplan von Beding                          Beding mit Gaurisankar                                Beding
 
12.10. Na 4179 m Aklimatisierungstag
Wetter: sonnig, nachm. Schneeschauer.
Nach dem Frühstück bauen die Climbingsherpas eine Ausbildungsstation "Gehen mit Steigklemmen" auf. Vorweg werden die diversen Anseilsitze fachgerecht angelegt und der Aufbau der Selbstsicherung beim gehen mit Steigklemme erklärt. Dann wird dies praktisch durchgeprobt. Nach dem Mittagsessen üben wir  nochmals das Anseilen. Anschl. verpacken wir die Bekleidung und Ausrüstung (je 2 Personen einen Sack um Träger zu sparen) für den Marsch in das Hochlager.
 
13.10. Na 4179 m - Hochlager-Yaling Ri 4953 m
784 m, Abstieg 10 m. Wetter: sonnig
Wir gehen noch kurz im Talgrund des Rolwaling Chhu, dann biegen wir rechts (südl.) auf deutlichen Pfadspuren ab. Nach ca. 2 Std. steilem Anstieg, legt sich der Berg etwas zurück und auf einer mit Tümpel überzogenen Schwemmebene liegt unser schönes Lager. Alle haben, trotz des Aklimatisationstages, mit der Höhe etwas Probleme.
 
   
Tsoboje 6889 m                            Blick zum Ripimoshar Gletscher mit Dragnag Ri 6801 m          Hochlager auf knapp 5000 m
 
14.10. Hochlager-Yaling Ri 4953 m - Yaling Ri (Gipfelscharte) 5600 m - Abstieg nach Tshokyma 4560 m
986 m, Abstieg 1386 m. Wetter: sonnig, nachm. bedeckt, zeitw. Schneefall
Nach einer schlaflosen Nacht werden wir um 3.30 Uhr geweckt und der Aufbruch ist noch im Dunkeln um 4.30 Uhr. Wir stolpern durch Geröllgelände, später geht`s steiler auf die Seitenmoräne. Nun auf schmäleren Grat noch ca. 50 m höher, um anschl. nach kurzem Abstieg über übles Blockgelände nach links zum Gletscherbeginn queren. Wir seilen uns nun in 2 Seischaften an und steigen den ziemlich spaltenreich Gletscher hoch. Am Beginn des Gletschersteilaufschwunges haben die Sherpas Fixseile angebracht. Mit Steigklemme geht es ca. 50 Höhenmeter aufwärts, anschl. wieder in Seilschaften zur Gipfelscharte. Der eigentliche Gipfel, ca. 50 m höher, ist heuer, bei den im Himalaya herrschenden Schneeverhältnissen, keinesfalls zu schaffen. Von 12 Teilnehmern stehen 11 glücklich auf der Gipfelscharte. Der Abstieg erfolgt nach gleichen Muster. Am Hochlager gibt es ein kurzes Mittagessen und bei leichtem Schneefall steigen wir weiter ab. Im Tal erreicht uns eine große Überraschung. Unser Sirdar hat aus unbekannten Gründen das Lager wesentlich höher gelegt wie ursprünglich vorgesehen. Es liegt zwar in wirklich schöner Umgebzng, verlangt von uns aber mit erreichen des Talgrundes nochmals 3 Std. Marsch. Nach insgesamt 15 Std. an diesem Tag erreichen wir fix und fertig den Lagerplatz.
 
   
Yaung Ri                                       Blick zum Tsoboje 6889 m u. Dragker-Go 6793 m      Steilaufschwung mit Fixseilen
 
   
Die letzten Meter                                  Das Ziel ist erreicht                                Abwärts geht`s scheller
 
15.10. Tshokyma 4560 m -Aklimatisierungstag-
Wetter: sonnig
Wir hegen und pflegen uns und unsere Ausrüstung.
 
   
Lager Tshokyma mit Bighera-Go Shar 6729 m       Kang Nachugo 6735 m                           Wo geht´s denn weiter ?
 
16.10. Tshokyma 4560 m - Gletscherlager Doba 4865 m
676 m, Abstieg 371 m. Wetter: wolkenlos
Nach kurzer Talwanderung steigen wir steil, auf schmalen Pfad einen verschneiten Wiesenhang auf 4900 m hoch. Anschl. folgt einer steiler Abstieg auf ein sandiges Plateau, von dort ca. 50 Höhenmeter schwieriger Abstieg über Sand und Felsen auf den Gletscher. Die Träger schaffen diesen Abschnitt ohne Seilsicherung. Nun folgt ein nerviges und nicht enden wollendes Auf und Ab auf dem meist mit Geröll bedeckten Gletscher bis zum Lager, das überraschend gute Zeltplätze bietet.
Ilse hat am Morgen die Tour aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen. Sie ist mit einem Sherpa den Anmarschweg zurückgegeangen.
 
   
Der steile Abstieg zum Gletscher            Die Eiswand des Bigphera-Go Shar                35 kg und mehr!!
 
                                        
                                          Bigphera-Go Shar 6729 m
 
17.10. Gletscherlager Doba 4865 m - Felsenlager 5100 m
235 m, Abstieg 0 m. Wetter: bedeckt, später leichter Schnefall
Zuerst gings gemütlich über den Gletscher zu einer felsigen Steilstufe. Die Stufe wurde mit Fixseilen gesichert, so dass die Träger und wir ohne größere Probleme das Lager auf einer schmalen Felskuppe erreichten.
 
   
Immer den Fixseilen entlang!!                     Blick zurück ins Rolwalingtal                    Auf 5100 m ist das gar nicht so leicht!!
 
18.10. Felsenlager 5100 m - Trashi Labtsa-Paß 5755 m - Lager ca. 5700 m
730 m, Abstieg 139 m. Wetter: sonnig, abends Sturm
Gleich nach dem Lager stiegen wir eine Rinne am Fixseil hoch. Nach ca. 1 Std. legt sich der Felshang zurück und man wandert in wunderbarer Umgebung am Fuße einer Mittelmoräne in Nördl. Richtung. Am Gletscher waren keine Spalten, doch Steigeisen benötigten wir nicht. Auf einer Höhe von ca. 5450 m schwenkten wir nach rechts, um nun steil teilweise über Geröll zum Paß zu gelangen. Auf der Paßhöhe feierten wir bei schneidenden kalten Wind unseren Erfolg. Anschl. stiegen wir noch ca. 50 m zum Lager unter einer senkrechten Felswand, wobei Leo die Zelte wegen Fels- und Eisfall ca. 100 m von der Wand auf den Gletscher aufstellen ließ.
 
   
Die steile Felsenrinne                            Der Drolambao Gletscher ist erreicht            Bighera - Go Nup 6666 m
 
   
Steiler Aufstieg                                    Der Trashi Labtsa 5575 m ist geschafft         Gefährliches Lager unterm Paß
 
19.10. Lager 5700 m - Trashi Labtsa-Paß 5755 m - Besteigungsversuch Parchamo 6273 m - Abstieg Thengpo 4250 m
Aufstieg 284 m, Abstieg 1734 m m. Wetter: sonnig, in großen Höhen windig und sehr kalt (-25°)
Nach dem Wecken um 2.30 Uhr, Frühstück 3.00 Uhr ging es um 4.00 Uhr bei eisiger Kälte  anstrengend zum Paß und weiter Richtung Gipfel. Mit erreichen des Steilaufschwunges war der Schnee knie-, für schwere Männer (ich 100 kg) fast hüfttief. Es war meist ein vom Wind angeblasener lockerer Triebschnee. Diese Schneesituation ließ auch eine nicht unerhebliche Lawinengefahr erkennen. Schneesituation, Lawinengefahr, Kälte und Zeitmangel brachten uns zum Entschluß bei knapp 6000 m abzubrechen und umzukehren. Es was für uns alle nicht leicht, aber zwingend notwendig.
 
 
Es wird langsam hell                                   Auf ca. 6000 m müssen wir umkehren        Blick zurück zu Parchamo
 
Beim Abstieg nach dem Lager war für Träger uns uns ein ca. 100 m langes Fixseol eingehängt. Ca. 300 m tiefer kam für die Träger erneut eine heikle firnige Steilstelle. Gemeisam und durch Unterstützung für die Träger wurde die Stelle gemeistert. Nun das übliche Blockwerk bis auf ca. 4600 m, das die Schönheit dieser Tour doch etwas einschränkt. Das nun folgende Almgelände,  mit Blick auf die Ama Dablam 6856 m, war Labsal für Seele und Füße. Im Gegensatz zu Rolwaling blühte hier der hellblaue Trompetenenzian in großer Zahl. Der Lagerplatz in Thengpo war wieder in besonders schöner Lage unmittelbar unter den wilden Eis- und Felswänden des Tengkang Poche 6500 m.
 
   
Sonnenaufgang über dem Khumbu            Fixseile beim Abstieg                                 Am Ende der Fixseile
 
   
Bigphera-Go Shar von Osten                   Tengkang Poche  6500 m                              Parchamo 6273 m
 
20.10. Thengpo 4250 m - Namche Bazar 3430 m
Aufstieg 349 m, Abstieg 1169 m. Wetter: sonnig
Von Thengpo wanderten wir über freie Weidelandschaft zum Kloster Thame, wir besuchten das Kloster und weiter ging es bis zum Tal des Nangpo Tsangpo. Nun leicht ansteigend nach Mende zur Summit Club Komfort Lodge. Anschl. steiler Abstieg zum Mittagsplatz Kyajo Dranngka. Nach dem Essen auf dem uraltem Karawanenweg (Tibet - Namche Bazar) und durch schönen Bergwald nach Namche Bazar.
 
   
Ama Dablam 6856 m                              Blick vom Kloster Thame zum Tengkang Poche          Namche Bazar
 
21.10. Namche Bazar 3430 m - Lukla 2840 m
Aufstieg 889 m, Abstieg 1177 m. Wetter: sonnig
Heute steht unsere letzte Etappe auf dem Programm. Zuerst geht es gemütlich bergab zur Hillary-Brücke. Nun stets den Dudh Kosi entlang über Monjo, Chumoa und Phakding nach Lukla, unserer letzten Nacht im Zelt. Am Abend erfolgt die Trinkgeldverteilung sowie eine Verlosung von Bekleidung und Ausrüstungsgegenständen unter der Mannschaft.
 
   
Namche mit Kongde Ri 6187 m                Die Hillary-Brücke                                  Das Dorf Monjo
 
22.10. Flug Lukla 2840 m - Kathmandu
Wetter: bewölkt-sonnig
Der Abflug verzögerte sich wegen Nebel in Kathmandu um ca. 4 Std. Ansonsten ging alles ohne die übliche Hektik und dem totalem Chaos ab, weil einfach die Fluggäste fehlten ( Auswirkung wegen durch die Maoisten).
 
   
Lukla mit Nupla 5885 m                           Warten auf den Flieger                              Er hat die Sache im Griff!!
 
23.10. Kathmandu (Hotel Godavari)
Wetter: bewölkt-sonnig
Komplett Reinigung. Rest ZBV
 
24.10. Kathmandu (Hotel Godavari)
Wetter: bewölkt-sonnig
Shopping in Kathmandu.
 
25.10. Flug Kathmandu - München
 
 
 
Wollen Sie meine Reise in einem Videofilm (ca. 75 Min) sehen, ein kurzes eMail genügt und Sie erhalten gegen einen Unkostenbeitrag von EUR 5,-- die DVD.