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Kultur in Peru - Bergsteigen in Bolivien,
 
mit der Besteigung von 4 Fünftausender und des Huayna Potosi, 6088 m.
 
Vom 5. August bis zum 22. August 2003
 
Bergführer: Leo Lieb              Teilnehmer:Andreas Als
                                                        Anita Als
                                                        Stefan Dicker
                                                        Henriette Findeis                         
                                                        Brigitte Ginner
                                                        Sepp Ginner
                                                        Kathrin Helbig
                                                        Matthias Helbig
                                                        Alfred Hopfgartner
                                                        Peter Konias
                                                        Hans Schiessler jun.
                                                        Hans Schiessler
                                                        Werner Singer
                                                        Hubert Stiegler
                                                        Rudi Meißner
 
         
 
05.08. Flug München - Amsterdam - Bonaire - Lima
Alles ist planmäßig verlaufen.
 
06.08. Lima
Wetter: trüb, nebelig
Stadtbesichtigung von Lima ( Hauptplatz, Dom, Franziskaner Kloster und Goldmuseum).
Dom                                                 Franziskaner Kloster                                   Grabstätte
 
07.08. Flug Lima - Cusco
Wetter: trüb, nachm. starker Regen
Flug mit 2 Std. Verspätung nach Cusco. Anschl. Besichtigung des Dom`s, der Hatunrumiyco-Mauer und der Kirche St. Blasius mit einer der schönsten Schnitzarbeiten des spanischen Kolonialbarockstil.
Dom mit Jesuitenkirche                          Dom                                                       Hauptplatz von Cusco
 
08.08. Zugfahrt von Gusco nach Machu Picchu
Wetter: wolkig
Fahrt mit einem modernen Zug auf alten Gleisen. Teilweise führte die Fahrt durch sehr schöne subtropische Dschungellandschaft entlang des schmutzigen Urubamba. Ab der Endstation Aguas Calientes fuhren wir mit dem Bus hoch nach Machu Picchu. Besichtigung der restaurierten Anlagen (Wohnhäuser, Tempelanlagen usw.). Peter, Stefan, Sepp, Brigitte und ich sind auf den Huayna Picchu gestiegen. Achtung, der Aufstieg ist steil und glitschig.
Machu Picchu mit Huayna Picchu               Blick vom Gipfel auf M. Picchu                    Endstation Aguas Calientes
 
09.08. Fahrt von Cusco nach Pisac
Wetter: wolkig, nachm. Schauer
Fahrt mit dem Bus nach Pisac. Dort besuchten wir einen Markt (leider nur ein billiger Touristenmarkt). Anschließend Auffahrt zu den Inkaruinen und schöne Wanderung durch diese. Bei der Rückfahrt besichtigten wir die Festungsmauern von Saqsaywamán die durch die techn. Meisterleistung der Erbauer uns zum Staunen brachte.
1 Foto für 1 Soles !                              Die Ruinen von Pisac                                 Saqsaywamán
 
10.08. Fahrt von Cusco nach Puno am Titicacasee
Wetter: wolkig, zeitw. Nieselregen und leichter Schneefall
Fahrt mit dem Bus über die teilweise öde, dann wieder ansprechende Altiplana-Landschaft. Besichtigung der Grabtürme von Sillustani am schön gelegenen Umayusee. Dann ging es weiter nach Puno am Titicacasee. Da wir morgen bereits sehr früh Richtung Bolivien fahren mußten (Streik), besuchten wir gleich anschließend die Uro-Indianer auf ihren Schilfinseln. Der große Touristenrummel war bereits abgeflaut. Dies machte den Besuch wesentlich schöner. Ob die Indianer dort fest leben, oder nur für touristische Zwecke, konnte nicht genau geklärt werden.
Passhöhe 4335 m                                 1 Foto = 2 Filzschreiber                            Grabtürme von Sillustani
Schilfinseln im Titicacasee                        Uroindianerin                                     Auf einem Schilfboot
 
11.08. Fahrt Puno nach Bolivien
Wetter: sonnig
Wegen Streik Abfahrt vom Hotel bei Puno um 3.00 Uhr. Nach ca. 3 Std. erreichten wir halb erfroren (Bus hatte keine Heizung) die Grenze nach Bolivien. Hier mußten wir 2,5 Std. warten bis alle Grenzformalitäten erledigt waren. Zu Fuß ging es über die Grenze nach Bolivien, weil der Bus aus Peru nicht nach Bolivien fahren durfte. Nach der Grenze ging es mit dem bolivianischen Bus weiter nach Copacabana, dem bekannten Wahlfahrtsort am Titacacasee. Nach einer Besichtigung der Kirche ging es zur Seeenge von Tiquinq, sehr schöne Landschaft, fast Mittelmeer-Charakter. Der Bus wird auf eine Fähre verladen, wir fahren getrennt mit eimen Motorboot. Weiter geht es auf guter Straße (trotzdem wieder Plattfuß) nach La Paz
Grenze Peru/Bolivien                              Kirche von Copacabana                          Titicacasee
Seeenge von Tiquinq                             La Paz                                             La Paz
 
12.08. Fahrt von La Paz ins Condoriri-Tal, Aufstieg ins Basislager am Chiar Khota See ca. 4700 m
Wetter: sonnig                    Aufstieg 340 m, Abstieg 41 m
Fahrt mit dem Bus über El Alto ca. 30 km auf Piste zum Endpunkt der Strasse. Nun in völlig baumloser Landschaft an Staumauern und Wasserkanälen vorbei zu einer Hochalm. Dort wird der Weg zum Pfad. Grüne Seen, wunderbare Gipfel machen den Aufstieg angenehm und leicht. Am Chiar Khota steht unser Lager. Der Platz wird verwaltet, liegt sehr schön und ist sauber.
Unsere Traglamas mit Huayna Potosi 6088 m  Gleich sind wir am Hochlager            Am Hochlager
 
13.08. Punta Austria 5340 m
Wetter: sonnig                    Aufstieg 666 m, Abstieg 666 m
Vom Lager auf schmalem Pfad durch Blockgelände, zuerst wenig steil, zu einer kleinen Einsenkung (ca. 1. Std.). Nun nur noch auf Steigspuren zum Viscacha-Sattel ( diese Tiere kann man unterwegs öfters beobachten) mit zuletzt steiler Geröllflanke (ca. 1. Std.). Vom Sattel nach Westen, deutliche Steigspuren, über Geröll zu einem kleinen Sattel und von dort nach Süden auf einem Grat zum Gipfel. Sehr schöne Aussicht und Einsicht auf die Touren der nächsten Tage. Abstieg wie Aufstieg.
Links die Punta Austria 5340 m               Rechts der Cerro Condoriri 5580 m              Der Gipfel ist geschafft!
 
14.08. Eistour auf den Nevado Condoriri 5320 m und Alpamajo Chico 5430 m.
Wetter: wolkenlos                    Aufstieg 888 m, Abstieg 888 m
Wecken 4.00 Uhr, Frühstück 4.30 Uhr, Abmarsch 5.00 Uhr.
Über Wiesen und Geröll zur orogr. linken Seite des Gletscherbeginns (Pfad). In drei Seilschaften führt die Spur mal steiler, mal flacher über mehrere Spalten zur breiten Einsattelung unter dem Nevado. Wir haben durch die Schneefälle der vergangenen Woche beste Eisverhältnisse, hart gefrorenen Pulverschnee, praktisch kein Blankeis und dies bei allen Touren. Vom Sattel etwas steiler in den Seilschaften und in Serpentinen zum kurzen Gipfelgrat des Nevado. Sechs Teilnehmer (ich war auch dabei) besteigen noch den Alpamayo Chico. Hierzu müssen zuerst 80 m abgestiegen werden, dann auf schmalen Eispfad zum Beginn des Gipfelaufschwungs. Dieser steilt ca. 50 ° auf und wird durch den Führer Faustino vorbildlich mit einer Fixseilversicherung versehen. Nach ca. 1 Std. sind alle 6 Mann (Frau) auf dem Gipfel. Abstieg wie Aufstieg.
Die erste Steilstufe                            Der Nevado Condoriri 5320 m                     Fast 50° zum Alpamayo
Alpamayo Chico 5430 m
 
15.08. Cerro Juttayco 5224 m.
Wetter: wolkenlos                    Aufstieg 555 m, Abstieg 555 m
Dies ist ein Berg, der keinen Gletscher aufweist. Er wird sicherlich nur wenig bestiegen, hat aber eine einmalige Aussicht. Deshalb heißt er auch bei den Einheimischen Mirador. Man steigt vom Lager nach Osten Richtung einer ca. 1 km breiten Einsattelung zw. Juttayco und Pta. Negra. Am äußerst südl. Rand dieser Einsattelung, unmittelbar unter dem Juttayco-Gipfel ist nochmals ein kleiner Sattel ca. 5100 m. Von dort stets auf der Südseite bleibend geht es im Felsgelände nahe oder am Grat in ca. 30 Min. (I - II) auf den Gipfel. Zeit ca. 4 Std. Abstieg wie Aufstieg.
Blick zum Nev.Condoriri u. Alpamayo                  Am Grat                                     Cerro Juttayco 5224 m
 
16.08. Verlegung zum Huayna Potosi Hauptlager 4800 m
Wetter: wolkenlos                    Aufstieg 41 m, Abstieg 340 m
Nach dem Frühstück verpacken der Ausrüstung und Abbau der Zelte. Abstieg durch die bekannt schöne Landschaft zum Busparkplatz. Nun längere Fahrt über El Alto zum Hauptlager oberhalb des Zongopass. Dieses liegt sehr schön ca. 30 m über den üblichen Lagerplatz auf einer kleinen Hochfläche.
Unsere Träger sind schon da!                    Die Zelte sind abgebaut                           Der letzte Blick zurück ins Condorirital
 
17.08. Aufstieg ins Hochlager Campo Argentina ca. 5500 m
Wetter: wolkenlos                    Aufstieg 743 m, Abstieg 45 m
Der Anstiegsweg führt gleich nach dem Hauptlager über die Staumauer eines Sees und anfangs nur wenig steigend an den Fuß einer Seitenmoräne. Nun folgt teilweise unangenehmes, kräftezehrendes Blockgelände. Bei ca. 5100 m wird der Gletscher erreicht, wir konnten über diesen unangeseilt gehen. Er ist teilweise durch steile Wegabschnitten gekennzeichnet. Das Hochlager liegt auf einer Gletscherhochfläche in 5500 m, vor dem ersten Steilaufschwung Richtung Gipfel. Das Lager erscheint nicht 100%ig sicher (Gipfelwächten von einem Seitenkamm), ist aber in dieser Höhe die einzige Möglichkeit.
Die Staumauer                                     Auf der Seitenmoräne                                Gleich sind wir am Gletscher
Am Gletscher                                     Gleich sind wir am Hochlager                          Campo Argentina 5500 m
 
18.08. Besteigung des Huayna Potosi 6088 m
Wetter: wolkenlos, sehr kalt                 Aufstieg 636 m, Abstieg 1327 m Wecken 3.00 Uhr, Frühstück 3.30 Uhr, Abmarsch 4.00 Uhr, Gipfel 10.00 Uhr
Nach kalter Nacht verlief Wecken, Frühstücken und Abmarsch reibungslos. Ca. 1 Std. nach dem Lager mußte eine große Spalte am Bergschrund mittels einer dort angebrachten Leiter überwunden werden. Leider zwang diese Stelle 3 Teilnehmer zur Umkehr. Nach einem Steilstück (ca. 50°) ging es in mittlerer Steilheit über den Gletscher. Die ca. 150 m hohe Steilstufe (bis ca. 50°) am Gipfelhang verlangte nochmals großen körperlichen Einsatz von allen, konnte aber dank der sehr guten Vorarbeit von Faustino und den hervorragenden Schneeverhältnissen von allen "9 Gipfelstürmern" gemeistert werden. Der Abstieg verlief problemlos, wenn auch für manchen kraftraubend.
 
Sonnenaufgang                                    Endlich in der Sonne                                   Der steile Gipfelhang
Mein 2. Sechstausender
Runter geht´s schneller                        Blick zurück                                               Die Leiter
 
19.08. Fahrt nach La Paz
Wetter: wolkenlos
Nach gemütlichem Frühstück und Trinkgeldverteilung wurden die Zelte verpackt und zusammen mit der Gruppenausrüstung auf dem Bus verladen. In La Paz im Hotel Libertador Körperpflege, Mittagessen und anschl. Bummel durch die Stadt.
Verabschiedung von der Mannschaft         Ganz schön schwer!                              Friedhof mit Huayna Potosi
 
20.08. Besichtung von La Paz
Wetter: wolkenlos
Zuerst wurde das Mondtal besucht, eine Landschaft die etwas an die Erdpyramiden von Ritten in Südtirol erinnert. Nächstes Ziel der Aussichtspunkt Kili-Kili auf Stadt und Umgebung. Anschl. Kurzbummel über den Murilloplatz und längerer durch den Touristenmarkt. Zum Abschied festliches Abendessen im Aussichtsrestaurant des Hotel Palaza.
Die Mondlandschaft bei La Paz             La Paz mit Stadion und Illimani 6439 m          Opfergaben: Lamaembryos
 
21.08. Flug La Paz - Lima, Lima - Bonaire - Amsterdam, Amsterdam - München
El Alto mit Huayna Potosi                        Unter uns der Titicacasee                        Kurz vor Lima beginnt der Nebel
 
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