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Dhaulagiri-Umrundung                        
mit Besteigung des
Thapa Peaks (Dhampus Peak) 6012m    vom 5. Okt. bis 27. Okt. 2000
 
Bergführer: Leo Lieb           Teilnehmer: Siegfried Bensch
                                                      Stefan Dicker
                                                      Jupp Düren
                                                      Gerhard Franke
                                                      Karlpeter Hiltner
                                                      Julia Hiltner
                                                      Anette Herrmann
                                                      Hans-Hubert Jungblut
                                                      Susanne Jungblut
                                                      Peter Konias
                                                      Andreas Karpohl
                                                      Jakob Lidl
                                                      Roger Neff
                                                      Rudi Meissner
 
 
05.10. München - Kathmandu
Flug von München über Dubai nach Nepal
 
06.10. Kathmandu
Nach 4,5 Std. Verspätung (techn. Defekt) Landung in Kathmandu und Transferin Godavari Resort.
 
07.10. Kathmandu
Besichtigungstag im Kathmandutal mit dem Hinduheiligtum Pashupatinath, dem buddistischen Stupa von Bodnath und der Königsstadt Patan.
 
   
Stupa von Bodnath                                      Heiliger Mann                                                  Alles lächelt
 
08.10. Kathmandu - Pokhara
Fahrt mit dem Bus in 6 Std. nach Pokhara ins Tibet Resort. Von der Hotelterrasse herrlicher Blick auf den "Fischschwanz" des Machapuchare, 6993 m.
 
09.10. Beni 830 m - Singa 890 m
Aufstieg 80 m, Abstieg 20 m
Mit dem Bus ging es in ca. 4 Std. nach Beni 830 m am Kali Gandaki Fluss. Hier treffen wir unsere ca. 50 Mann starke Begleitmannschaft ( Sirdar, Sherpas, Koch, Kitchenboys und Träger). Nach einem Mittagessen gings in ca. 2 Std. gemütlich nach Singa 890 m. In Singa erwartet uns ein tropischer Regenguß, der Gott sei Dank der einzige auf unserer Tour blieb.
 
10.10. Singa 890 m - Darbang 1180 m
Aufstieg 360 m, Abstieg 70 m
Heute marschieren wir von Singa nach Darbang. Die erste Rast machen wir in Tatopani (heisses Wasser). Hier gibt es eine heisse Quelle, die in ein grosses Wasserbecken geleitet wird. Auch einige Teilnehmer unserer Gruppe nehmen ein heisses Bad. Weiter geht es entlang des Myagdi Khola mit einigen zum Teil recht wacklichen Brücken. Nach ca. 7 Std. (mit Pausen) erreichen wir Darbang 1180 m.
 
11.10. Darbang 1180 m - Sibang 1758 m
Aufstieg 1082 m, Abstieg 504 m
Am nächsten Tag steigen wir über eine steile 350 m hohe Stufe in das fruchtbare Tal von Darapani und sehen zum erstenmal über den Reisterrassen die Gipfel von Dhaulagiri I, II, und IV. Nach ca. 6 Std. erreichen wir Sibang. Erneut ist ein Schulhof unser Zeltplatz.
 
 
                                                                                       Von rechts: Dhaulagiri I, II, III, IV
 
12.10. Sibang 1758 m - Muri 1900 m
Aufstieg 497 m, Abstieg 355 m
Von Sibang laufen wir zunächst ein Stück auf der gleichen Höhe, dann steigen wir zum Fluß Dara Khola ab. den wir auf einer ziemlich verfallenen Brücke queren. Auf der anderen Talseite steigen wir auf zum Magar Dorf Muri. Einwenig oberhalb vom Ort liegt unser Zeltplatz mit herrlichem Blick auf die Dhaulagiri Gruppe. Abends sind wir bei einem "Heimatabend" eingeladen.
 
13.10. Muri 1900 m - Boghara 2080 m
Aufstieg 1188 m, Abstieg 1008 m
Der heutige Tag soll nach Aussage von Leo der bist jetzt anstrengenste werden. Von Muri gehen wir durch feuchte Wiesen und Reisfelder ca. 500 m steil bergab, zum Fluss Dhola Khola. Den Fluss überqueren wir auf einer kleinen Brücke und gleich geht es steil 200 m hoch und auf der anderen Seite wieder bergab ins Myagdi Tal. Immer weiter im leichten auf und ab bis nach Dhiwa. Um die vor uns liegenden 700 Höhenmeter zu schaffen, machen wir in Dhiwa eine Rast. Der fantastisch angelegte steile Weg führt uns durch ausgesetzte Felspassagen und über rutschige Grashänge. Nach den anstrengenden 700 m müssen wir wieder 300 m nach Boghara absteigen.
 
14.10. Boghara 2080 m - Dobang 2475 m
Aufstieg 1002 m, Abstieg 607 m
Wir verlassen den letzten Ort und marschieren Richtung Dschungel. Zunächst muss über eine Steilstufe, die mit Wurzeln und Ästen gesichert ist, zum Myagdi Khola abgestiegen werden. Weiter geht es durch den dichten Regenwald und über abenteuerliche Brückenkonstruktionen zum Camp Dobang.
 
 
Der Abstieg zum Myagdi Khola                                                  Brücke auf dem Weg nach Dobang
 
15.10. Dobang 2475 m - Choriban 3071 m
Aufstieg 745 m, Abstieg 149 m
Heute geht es weiter wie es am Vortag aufgehört hat. Abenteuerliche Auf- und Abstiege durch den Urwald sowie gruselige Flußüberquerungen müssen wir auf unseren Weg nach Choriban meistern. Nach ca. 6 Std. ereichen mir unser herrlich gelegenes Lager Choriban.
 
   
Nur keine Angst                                  Der Urwald wird lichter                      Keine Probleme
 
16.10. Choriban 3071 - Swiss Basecamp 3845 m
Aufstieg 827 m; Abstieg 53 m
Endlich erreichen wir freies Gelände und sind nach gut 2,5 Std. am Italian Basecamp 3520 m. Wir stehen unterhalb der Dhaulagiri-Westflanke und schauen über 4500 m zum Gipfel hinauf. Nach einer längeren Rast steigen wir über die Moräne (heikle Angelegenheit wegen Steinschlag) zu einem mit Schutt bedeckten Gletscher ab und auf der anderen Seite geht es wieder hoch und entlang einer Felswand zum Swiss Basecamp. Dieser Platz liegt in einer Schlucht und nachts werden wir öfters von Steinschlaglärm geweckt.
 
     
Die Dhaulagiri-Westflanke vom Italian-Camp        Links der Westgrat zum Dhaulagiri
 
18.10. Swiss Basecamp 3845 - Dhaulagiri Basecamp 4740 m
Aufstieg 928 m; Abstieg 33 m
Gut erholt geht es bei kalten Temperaturen weiter durch die enge Schlucht. Nach 2 Std. ereichen wir den Chonbardangletscher. Der Gletscher ist zu Beginn vollständig mit Schutt bedeckt. Allmählich wird der Schutt weniger und wir sehen schon das Basecamp. Vor dem Camp empfangen uns Müllhalden von vorausgegangenen Expeditionen. Nach guten 7 Std. wehen uns die Gebetsfahnen am Basecamp entgegen. Es sind einige Dhaulagiribesteiger und Trekkinggruppen vor Ort und deshalb ist es nicht einfach einen geeigneten Platz für unsere Zelte zu finden.
 
 
Das Dhaulagiri Basecamp ist schon in Sicht                        Im Hintergrund der Tukuche Peak 6920 m
 
19.10. Dhaulagiri Basecamp 4740 m
Rast- und Akklimatisationstag
Leider hat Andreas mit der Höhe Probleme bekommen, so dass wir einen Ruhetag eingelegt haben. Der Rest der Gruppe stieg zur Höhenanpassung bis auf 5000 m hoch.
 
   
Gletscher vom Tukuche Peak                  Harka unser Sherpa mit Dhaulagiri 8167 m       Aufstieg zum French Col
 
20.10. Dhaulagiri Basecamp 4740 m -
French Col 5360 m - Hidden Valley -
Dhampus Pass 5250 - Dhampus Camp 5173 m
Aufstieg 965 m; Abstieg 554 m
Andreas hat sich nicht erholt und stieg mit Andrea sowie3 Sherpas als Begleitmannschaft ab. Später trafen wir uns in Pokhara am Flughafen wieder.
Für uns stand die Königsetappe bevor. Vom Camp ging es über eine riesige Moräne und unterhalb des Passes über eine Steinwüste in 3,5 Std. auf den 5360 m hohen French Col. Kurzer Abstieg auf ca. 5000m über Schnee und Eis ins Hidden Valley. Über den fast trostlosen Steinhaufen zuerst immer auf der gleichen Höhe, später leicht ansteigend auf den Dhampus Pass 5250 m und kurzer Abstieg zum Lagerplatz auf ca. 5173 m
 
    
Blick vom French Col zum Dhaulagiri                         Blick vom French Col nach Osten
 
 
Abstieg vom French Col in Bildmitte der Thapa Peak 6012 m    Im Hidden Valley
 
21.10. Dhampus Camp 5173 m - Thapa Peak 6012 m
Aufstieg 906 m, Abstieg 906 m
Um 6.00 Uhr beginnt unser Aufstieg zum Thapa Peak. In ganz langsamen Schritten geht es über Blockwerk, später über eine steilere Schnee- und Eisflanke, die wir mit Steigeisen bewältigen. Dann wieder über Schutt und Felsen auf den Gipfelgrat. Hier legen wir nochmals die Steigeisen an und gehen zuerst leicht fallend, dann etwas steiler zum Gipfel. In 5 1/2 Std. haben wir es geschafft. Wir genießen die gigantische Aussicht weit hinein nach Mustang zu den Dhaulagiri I und II, auf den stolzen Nilgiri und den Achtausender Annapurna und Manaslu. Nach 1 Std. Gipfelrast steigen wir wieder ab. Für die meisten der 8 Gipfelsieger war es der erste Sechstausender.
 
  
Blick zum French Col                                                Die steile Schneeflanke
 
   
Wieder über ein Schuttfeld                      Der Gipfel ist in Sicht                         Die letzten Meter
 
 
Die Gipfelstürmer                                                              Unser 1. Sechstausender
 
22.10. Dhampus Camp 5173 m - Yak Kharka 3680 m
Aufstieg 98 m, Abstieg 1518 m
Nach einer schlaflosen Nacht in über 5000 m stiegen mir bei Nebel und leichten Schneefall ab ins Lager Yak. Vom Lager herrlicher Blick in das Kali Gandaki-Tal und auf den Siebentausender Nilgiri.
 
    
Nur einmal hatten wir schlechtes Wetter                              Im Hintergrung der Nilgiri
 
23.10. Yak Kharka 3680 m - Marpha 2670 m
Abstieg 1041 m, Aufstieg 31 m
Wieder ging es nur bergab. Doch die Gegend wurde immer trockener und deshalb wurde die Angelegenheit auch staubiger. In knappen 3 Std. erreichten wir Marpha im Kali Gandaki-Tal. Nach 2 Wochen auf Tour, waren wir wieder in der Zivilisation. Das heißt unter anderem auch: Bier. Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von unserer Super-Mannschaft mit Ansprachen und dem wichtigstem, dass Trinkgeld.
 
  
Abstieg nach Marpha                                                       Blick nach Jomosom
 
24.10. Marpha 2670 m - Jomosom 2900 m
Aufstieg 230 m
Der letzte Tag unser Trekkingtour Rund um den Dhaulagiri führt uns in 1,5 Std. von Marpha nach Jomosom. Jomosom gleicht eher einem Ort im Wilden Westen als einem Dorf im Himalaya. Wir sind in einem 5* Hotel einquartiert und geniesen nach fast 3 Wochen die erste Dusche.
 
  
Verdammte Technik!!                                                              Die Piste vom Flughafen in Jomosom
 
25.10. Flug Jomosom - Pokhara - Kathmandu
In aller früh sind wir am Flughafen oder sowas ähnliches, da wegen der starken Winde, die in der Regel ab 9.00 Uhr/10.00Uhr durch das Kali-Gandaki-Tal fegen, die Flieger sehr zeitig starten. Der Flug durch das tiefste Tal der Welt nach Pokhara war ein Erlebnis das man nicht so schnell vergißt. Rechts der Dhaulagiri, links die Annapurna und wir mitten drin.
Doch nach ca. 30 Minuten war alles schon vorbei. Im Flughafen von Pokhara trafen wir auf unsere zwei Umkehrer und gleich gings weiter mit einem etwas größeren Flieger nach Kathmandu.
 
26.10. ZBV in Kathmandu
 
27.10. Flug Kathmandu - München
 
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